Mit einem 5:4 (1:1/0:2/3:1/1:0) Sieg nach Penaltyschiessen gegen den EHC Waldkraiburg schloss der ECDC Memmingen die Hauptrunde in der diesjährigen Bayernliga ab.
Coach Werner Tenschert musste an diesem Abend auf den verletzten Markus Kerber und den beruflich verhinderten James Nagle sowie auf alle Juniorenspieler, die gleichzeitig in Klostersee spielten, verzichten. Die übrig geblieben 13 Feldspieler verkauften sich sehr erfolgreich. Nach anfänglichem Abtasten beider Teams nahm das Spiel an Fahrt auf. In der 17. Minute gingen die Indians durch einen Überzahltreffer von Mike Dolezal in Führung. Doch diese sollte nicht lange von Dauer sein. Nur eine Minute später spielte sich Waldkraiburgs Ausländer Jan Loboda durch die Abwehr und erzielte den Ausgleich. „Im zweiten Abschnitt haben wir ein wenig den Faden verloren.", so Werner Tenschert auf der Presserkonferenz. Beide Teams hatten zunächst die Chance in Führung zu gehen. Vor allem Torhüter Dominik Wagner konnte sich in dieser Phase das ein oder andere Mal auszeichnen, der am Ende auch zum Spieler des Abends gewählt wurde. Etwas komisch dann die Schiedsrichterentscheidungen in der 33. Minute, als innerhalb von 20 Sekunden gleich drei Memminger auf der Strafbank Platz nahmen. Dieses Übergewicht nutzten die Löwen zur erstmaligen Führung. Und auch wenig später in der 38. Minute war es erneut ein Überzahlspiel der Löwen, der zum 3:1 führte. Für Spannung sorgte der Schlussabschnitt. Gerademal 14 Sekunden waren gespielt als Martin Löhle einen Abpraller von der Bande aufnahm und zum 3:2 traf. Die Waldkraiburger sichtlich geschockt und die Indians gaben weiter Gas. Eine schöne Spielkombination schloss erneut Martin Löhle zum 3:3 ab. Nur eine Minute später war es Martin Jainz, der die Rot-Weissen wieder in Führung brachte. Die Indians nun in die Defensive gedrängt. Sage und schreibe neun Minuten in Folge war der ECDC in der Schlussphase mit mindestens einem Mann weniger auf dem Eis. In der 54. Minute bekam Robert Balzarek zudem eine Spieldauer von den beiden Unparteiischen aufgebrummt. Eigentlich war es ein normaler Check, der nur mit zwei Minuten bestraft wird, aber da sein Gegenspieler irgendwie blutete, sagt die Regelauslegung fünf plus Spieldauer. Die Indians nun mit vier Mann auf der Strafbank. Und die Stadionuhr kam schon mit den Strafen nicht mehr nach. Doch Kapital konnten die Löwen daraus nicht schlagen. Die tapferen Indianer verteidigten mit allem was möglich war. Als sie in der letzten Minute endlich wieder komplett waren, nahmen die Waldkraiburger ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Irgendwie stocherten sie dann trotz Torraumabseits den Puck vier Sekunden vor dem Ende zum 4:4 Ausgleich über die Linie. Das nun fällige Penaltyschiessen und den zweiten Zusatzpunkt gewannen die Indians aber durch einen Treffer von Mike Dolezal, während alle anderen fünf Schützen nicht trafen. Die Indians bleiben damit nach dem Trainerwechsel weiter ohne Niederlage und belegten in der Schlussabrechnung den 13. Rang.
2000 Zuschauer und mehr- das war das gesteckte Ziel der Verantwortlichen des EHC Waldkraiburg für die Partie der „Löwen" am letzten Sonntag gegen den ECDC Memmingen. Ein großes Rahmenprogramm wurde dafür organisiert, Freikarten verteilt und vergünstigte Kartenpreise angeboten. Es kamen schlussendlich dann zwar nur knapp 1000 Fans ins Eisstadion, diesen wurde allerdings so einiges geboten: feine Spielzüge, tolle Tore und die finale Ermittlung des Siegers im Penalty-Schießen. Das bessere Ende hatten darin aber die „Indians" vom ECDC Memmingen: Mike Dolezal machte mit seinem Treffer den 5:4-Sieg der Schwaben perfekt.
Einen Punkt mussten die Industriestädter gegen Memmingen holen, um ihren elften Tabellenplatz zu festigen und nicht in die schwierigere Gruppe der Abstiegsrunde zu rutschen; soweit die Vorgabe. Nach einer ersten Phase des „Abtastens" durfte der ECDC Memmingen aber zum ersten Mal jubeln. Mike Dolezal traf zum 0:1 aus Sicht der Gastgeber (16:10). Waldkraiburgs Kontingentspieler Jan Loboda bewies dann aber kurz darauf, warum gerade er diesen Posten im Team des EHC inne hat, nämlich mit einem Klasse-Tor. Im eigenen Drittel überwand er per geschickter Körpertäuschung zwei Gegenspieler und behauptet den Puck, zog dann quer über das Spielfeld, ließ dabei die restlichen Memminger Akteure auf dem Eis stehen und anschließend Torwart Wagner keine Chance (17:27). Mit einem knappen, aber verdienten 1:1 ging es in die erste Drittelplause.
Der mittlere Durchgang gehörte nun dem gastgebenden EHC Waldkraiburg, Memmingen fiel nur mehr im Kassieren deftiger Strafzeiten auf. Vier Spieler der „Indians" saßen gerade auf der Strafbank, als Alexander Schrödinger die „Löwen" in Front schoß (33:09). Auch als Philipp Spindler dann auf das eigentlich beruhigende 3:1 erhöhte (37:58), hatte der EHC einen Akteur mehr auf dem Eis. Perfekt hatte Waldkraiburg also seine Überzahlmöglichkeiten genutzt, die 945 Zuschauer stellten sich auf den 15 Saisonsieg ein, doch sie sollten sich täuschen.
Ähnlich wie die Temperatur des Spieluntergrunds traf es die „Löwen" zu Beginn des Schlussdrittels- eiskalt. Martin Löhle erzielte nach einer denkwürdigen Unachtsamkeit des Waldkraiburger Keepers Yeingst zunächst den 3:2-Anschlusstreffer (40:14), Löhle war es dann auch, der die fehlende Zuordnung in der Defensive der „Löwen" zum 3:3-Ausgleich nutzte (43:22). Martin Jainz schoss die „Indians" dann zum zweiten Mal an diesem Abend in Front (44:15). Innerhalb von nicht einmal fünf Minuten hatte Memmingen das Spiel damit gedreht, katastrophale Fehler in der „Löwen"-Verteidigung waren allen drei Treffern vorausgegangen. „Solche Tore dürfen eigentlich nicht fallen, da haben wir komplett den Faden verloren" erklärte EHC-Trainer Mitch Pohl nach der Begegnung. Der 42-Jährige nahm gleich nach dem erneuten Rückstand eine Auszeit und versuchte seine Spieler wieder auf Kurs zu bringen. Viel brachte dies aber offenbar nicht, denn obwohl sich Memmingen ähnlich wie im zweiten Drittel selber stark schwächte und die Spieler mehr zu Stammgästen auf der Strafbank wurden, gelang es dem EHC Waldkraiburg nicht, auf sein viertes Tor zu kommen. Überhaupt zeigten die Industriestädter in einer knapp 7-minütigen Überzahlphase im Spiel nach vorne herzlich wenig. Lediglich drei Chancen schafften sich die „Löwen" dabei zu erspielen: Harald Nuss, Philipp Spindler und Peter Richter scheiterten aber allesamt am starken Memminger Schlussmann Dominik Wagner. „Da merkst du dann, dass die nervliche Anspannung zu groß wird. Wenn man 5:0 führt oder weit oben in der Tabelle steht, kann man immer locker aufspielen. Stehst du aber weiter unten drin, dann kommt das große Flattern. Die Pässe werden ungenau, der Schläger wird schwer- da heißt es Charakter zeigen und beißen. Das ist aber leider nicht so einfach" erklärte Waldkraiburgs Trainer Pohl nach dem Spiel. Eric Dylla sorgte dann aber doch noch für Glücksgefühle bei den Verantwortlichen und Fans des EHC. Vier Sekunden vor Schluss traf der Ex-Profi zum erlösenden 4:4-Endstand. Der eine Punkt, den sich die „Löwen" holen mussten, war damit erobert. Sie spielen nun in der Abstiegsrunde gegen Höchstadt, Dingolfing und im Derby gegen den ESC Dorfen. Zuvor musste aber noch der Sieger zwischen Memmingen und Waldkraiburg im Penalty-Schießen ermittelt werden. In dieser Lotterie hatte der ECDC Memmingen das Glück auf seiner Seite. Während Tim Tenschert und Martin Löhle an EHC-Keeper Yeingst scheiterten, verwandelte Mike Dolezal seinen Versuch. Es sollte der Siegtreffer sein, denn dem EHC Waldkraiburg gelang es kein weiteres Mal, Memmingens Tormann Wagner zu überwinden.
Statistik:
EHC Waldkraiburg : ECDC Memmingen 4:5 n.P.(1:1/2:0/1:4/0:1). Tore: 0:1, 16:10, Dolezal M. (Löhle M., Jorde M.), 1:1, 17:27, Loboda J. (Nuss H.), 2:1, 33:09, Schrödinger A. (Loboda J., Schütz M.), 3:1, 37:58, Spindler P. (Loboda J.), 3:2, 40:14, Löhle M. (Dolezal M., Jorde M.), 3:3, 43:22, Löhle M. (Dolezal M., Jorde M.), 3:4, 44:15, Jainz M. (Jorde M., Löhle M.)
4:4, 59:56, Dylla E., 4:5, 60:00, Dolezal M. (Penalty).Strafen: EHC Waldkraiburg: 12 Strafminuten, ECDC Memmingen: 25 Strafminuten + 20 Minuten Disziplinarstrafe (Balzarek R.).
Nun ist es tatsächlich passiert: der bayerische Vizemeister muss in die Abstiegsrunde. Was noch vor Wochen für unmöglich gehalten wurde, ist zur bitteren Wahrheit geworden. Die „Eishackler" haben es nicht verstanden die gute Ausgangsposition nach dem überragenden Sieg gegen Selb für sich zu nutzen. Nach drei Niederlagen in Folge bleibt lediglich der 9. Platz in einer Liga, die keine Nachlässigkeiten weder vor noch während der Saison verzeiht.
Immerhin hat das Strobl-Team in Miesbach an ihre eigentlichen Stärken angeknüpft und über den Kampf den Erfolg gesucht. Trainer Norbert Strobl musste auf Andy Becherer verzichten und ließ dafür Andy Pfleger in der zweiten Reihe die Fäden ziehen. Trotz hohem Einsatz blieb während der gesamten Begegnung Miesbach die abgeklärtere Mannschaft, die ihre spielerischen Vorzüge auch konsequent in die nötigen Tore ummünzen konnte. So waren die beiden ersten Treffer ein Produkt des überragenden Überzahlspiels des TEV. „Wir haben dies in der Woche nochmals extra umgestellt (ein Mann sollte stets dem Torhüter die Sicht versperren) und sind dafür belohnt worden" gab Miesbachs Trainer Markus Wieland einen kurzen Einblick in seine Trainingslehre. Zuerst war Ronny Martin mit einem fulminanten Flachschuss in der 8. Minute erfolgreich und im zweiten Durchgang (35. Minute) staubte Nicolas Oppenberger nach Detterers Schlagschuss zur für den Tabellenzweiten beruhigenden 2:0-Führung ab.
Die „Eishackler" spielten über weite Phasen der Partie gut mit, waren aber nicht in der Lage Zählbares aus ihren fleißig erarbeiteten Chancen gegen die stärkste Defensive der Liga zu machen. Ein nicht immer sicher wirkender Florian Hochhäuser war trotz der vielen abprallenden Scheiben nicht zu überwinden, weil kein TSV-Spieler in der Nähe stand, daraus Kapital zu schlagen. Erst im letzten Durchgang steigerte sich der TEV-Goalie und machte damit dem mit ca. 70 Fans angereisten „Eishackler"-Anhang klar, dass die Trauben an diesem Abend für ihre Team zu hoch hingen. Felix Barth auf Peißenberger Seite stand dem
statistisch besten Torhüter der Liga in nichts nach und bewahrte ein ums andere Mal seine Mannschaft vor einem größerem Rückstand. Den Schlusspunkt setzte schließlich Andraes Veicht, der ins verwaiste TSV-Gehäuse zum Endstand von 3:0 einschob, nachdem Strobl frühzeitig seinen Goalie für einen weiteren Stürmer vom Eis nahm.
„Es ist nun für mich die neue Herausforderung das Team unter Woche wieder aufzurichten und es auf die kommenden Aufgaben in der Abstiegsrunde vorzubereiten", gab sich Strobl nach dem Spiel kämpferisch. Auf die „Eishackler" warten nun drei Lokalderbys, die es in sich haben: Mit Buchloe, Memmingen und Pfronten treffen seine Burschen auf Mannschaften, die bereits während der Saison dem TSV das Leben schwer machten - gewiss kein Selbstläufer also. Nach drei aufeinanderfolgenden „Traum-Jahren" (zweimal Dritter, einmal Zweiter) geht es in den kommenden drei Wochen also um die Existenz in der höchsten bayerischen Liga, weshalb auch die Fans und Peißenberger Zuschauer Farbe bekennen müssen zum stets gepriesenen „Peißenberger-Modell".
ESV holt zum Abschluss zwei Punkte in Pfronten Gegner in der Abstiegsrunde sind Memmingen, Pfronten und Peißenberg
Buchloe (km) Der dreißigste und letzte Spieltag der Vorrunde der Eishockey Bayernliga ist gespielt, die letzten Entscheidungen sind gefallen. Für große Spannung ist im Lager der Piraten jedenfalls schon einmal gesorgt, denn bereits am kommenden Freitag um 20.00 Uhr steigt in der Buchloer Eishalle der erste Abstiegskracher gegen den ECDC Memmingen. Die weiteren Gegner der Freibeuter in der Abstiegsgruppe A sind der EV Pfronten und der Bayerische Vizemeister TSV Peißenberg, der überraschend im Schlussspurt den Sprung in die obere Play Off Runde verpasste. Zumindest zwei Punkte erbeutete der ESV am Sonntagabend in Pfronten beim 4 : 3 Erfolg
(0 : 2, 3 : 0, 0 : 1) nach Penaltyschießen vor gut 150 Zuschauern. Damit belegt die Mannschaft von Trainer Norbert Zabel mit 41 Punkten und 104 : 129 Toren den 12. Schlussrang nach der Vorrunde. Nur Oliver Braun konnte seinen Penalty souverän verwandeln. Danach scheiterten hüben wie drüben fünf Schützen in Serie. Erst Thomas Fortney gelang es dann den Pfrontener Torhüter Peter Klammsteiner zu überwinden und den Zusatzpunkt sicherzustellen. „Ich habe viel Licht, aber durchaus auch Schatten bei meiner Mannschaft gesehen. Immerhin war das Überzahlspiel wieder einmal recht ordentlich", meinte ESV Trainer Norbert Zabel nach dem letzten Vorrundenspiel. Der ESV, wieder mit Florian Warkus im Tor, begann entschlossen und druckvoll und spielte sich gleich in den Anfangsminuten mehrere hochkarätige Chancen heraus. Ein aus Buchloer Sicht regelgerecht erzieltes Tor fand allerdings keine Anerkennung. Den ersten Treffer erzielten dann wie aus heiterem Himmel die Gastgeber durch Adrian Hack (9.). Damit war der Anfangselan der Freibeuter erst einmal dahin und die Pfrontener Falcons erkämpften sich mehr Spielanteile. Mit dem Überzahltor durch Christian Haf zum 2 : 0 für die Hausherren (19.) ging es dann in die erste Pause. Nach dem Seitenwechsel drückten die Pirates dann mächtig aufs Tempo und beherrschten nun Spiel und Gegner klar und deutlich. Völlig verdient drehten Kapitän Bohdan Kozacka und Co. den Rückstand durch Treffer von Christian Warkus (25.), Sven Curmann in Unterzahl (30.), sowie Andi Zeck (39.) in eine knappe 3 : 2 Führung. Im Schlussabschnitt lieferten sich beiden Mannschaften dann wieder einen offen Schlagabtausch mit vielen guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Der Treffer zum 3 : 3 Ausgleich durch Falken Stürmer Adrian Hack (48.) sollte dann auch schon das letzte Tor innerhalb der regulären Spielzeit bleiben, obwohl die Pirates noch bis zur Schlusssirene alles versuchten die Partie doch noch vorzeitig zu entscheiden. Aber auch eine Überzahlsituation in den letzten beiden Spielminuten blieb ohne zählbaren Erfolg, so dass am Ende zum insgesamt sechsten Mal in dieser Saison die Buchloer Penaltyschützen gefordert waren.
Ersatzgeschwächte Gladiators müssen sich Sonthofen geschlagen geben 5:7-Auswärtsniederlage hatte mehr einen Freundschaftsspiel-Charakter
Zum Abschluss der Punktrunde haben die Erding Gladiators in einer Partie mit Freundschaftsspiel-Charakter beim ERC Sonthofen 5:7 (0:1, 3:4, 2:2) verloren. „Endlich mal ein Spiel ohne Herzinfarktgefahr“, sagte TSV-Pressesprecher Michael Schneider.
Beide Teams waren bereits in die Zwischenrunde eingezogen, entsprechend wurden kränkelnde und angeschlagene Spieler geschont: auf Erdinger Seite zum Beispiel Viona Harrer, Ales Jirik, Johannes Giel, Daniel Möhle, Lorenz Dichtl und Patrick McGehee. Und wie erwartet, zogen die Mannschaften ein lockeres Spielchen auf, „ohne sich weh zu tun“, wie es Schneider formulierte. Von den Einschussmöglichkeiten her hatten die Gladiators die besseren, aber das einzige Tor im ersten Drittel erzielte Sonthofen: Christian Sauer traf in der 13. Minute zum 1:0.
Ab dem zweiten Abschnitt war es dann eher ein munteres Tore schießen. Die Gladiators, die in dieser Phase klar besser waren, machten aus dem 0:1 nach einem Konter-Tor von Sebastian Lachner (25.) und einem Überzahl-Treffer von Daniel Krzizok (28.) ein 2:1. Doch dann lehnten sich die Erdinger etwas zu bequem zurück und gaben die Partie aus der Hand. Manuel Neubauer, der eine tadellose Leistung im TSV-Kasten zeigt, sah sich immer wieder alleine den ERC-Angreifern gegenüber, und so stand es nach Toren von Bernhard Blaha (35.), Nikolai Varianov (35.) und Michael Grimm (36.) plötzlich 4:2 für Sonthofen. Markus Poetzel ließ mit seinem Powerplay-Tor zum 3:4 die Gladiators wieder hoffen (39.).
Den Schlussabschnitt eröffnete Tobias Feilmeier mit dem 5:3 (41.). Krzizok brachte Erding nur 54 Sekunden später auf 4:5 heran, und nach dem 6:4 von Varianov (44.) traf Lachner zum 5:6 (48.). Die Gladiators warfen jetzt alles nach vorne und Coach Rudi Sternkopf nahm noch seinen Torwart vom Eis, als von jeder Mannschaft je ein Spieler auf der Strafbank saß, doch traf Pavel Vit zum 7:5 ins leere Tor (59.).
ERC Sonthofen holt sich gegen Erding Tabellenplatz drei!
Sonthofen (th/fs)
Nachdem der ERC Sonthofen bereits am Freitag mit dem Sieg gegen Buchloe alles klar gemacht hatte für die Aufstiegsrunde besiegten die Oberallgäuer im letzten Vorrundenspiel zu Hause vor gut 700 Zuschauern den TSV Erding und sind damit auf Tabellenplatz 3. Auch Erding hatte sich am Freitag bereits den Einzug in die PlayOffs gesichert und ging entspannt ins Spiel.
Beide Mannschaften begannen zurückhaltend und so dauerte es bis zur 13. Minute ehe Christian Sauer auf Pass von Marco Socher und Pavel Vit das 1:0 erzielen konnte. Bis zum Ende des ersten Drittel ergaben sich zwar noch ein paar gute Chancen zum Ausbau der Führung aber der Puck wollte nicht ins Tor.
Im zweiten Drittel fand der TSV Erding wieder besser ins Spiel und ging sogar mit 1:2 in Führung. Der ERC hatte in dieser Zeit etwas den Faden verloren aber kam mit Konzentration und Siegeswillen wieder zurück. Innerhalb von 3 Minuten drehten die Bulls das Spiel und gingen wieder verdient in Führung. Thomas Blaha nutzte die Vorarbeit von Manuel Wintergerst und Patrick Endras zum 2:2 Ausgleich durch einen wunderbaren Schlagschuss von der blauen Linie. Nicolai Varianov und Michael Grimm steuerten die anderen beiden Treffer bei. Erding hielt aber dagegen und verkürzte auf 4:3. Der letzte Spielabschnitt begann mit einem Treffer für den ERC bereits nach 44 Sekunden. Tobias Feilmeier brachte noch den Schläger dazwischen und fälschte so den Puck entscheidend ab und am Torhüter vorbei. Danach gab es einen Schlagabtausch zwischen den beiden Teams die auch beide ihre Treffer erzielen konnten. Wiederum Nicolai Varianov und Pavel Vit waren für den ERC erfolgreich. Erding versuchte noch einmal alles um den Ausgleich zu erzielen und nahm den Torhüter vom Eis. Aber es sollte nichts mehr helfen. Pavel Vit machte dann mit seinem Treffer ins leere Tor alles klar zum 7:5 Endstand.
Zu den anstehenden PlayOff Spielen sagte Trainer Heinz Feilmeier nach dem Spiel „Wir lassen das jetzt alles auf uns zukommen und werden wieder unser bestes geben." Für die beiden verletzten Spieler Patrick Bernier und Zdenek Cech sieht es hingegen wieder gut aus. „Beide werden aller voraussicht nach nächste Woche wieder mit dabei sein können" so Feilmeier. Besonderer Gast war Ex- ERC- Spieler Dennis Endras, der inzwischen in der DEL für die Augsburger Panther aufläuft und mit der deutschen Eishockey- Nationalmannschaft zu den olympischen Spielen nach Vancouver reisen wird. Dennis Endras hatte ebenfalls ordentlich zu tun. Nachdem er zu Beginn durch ein wahres „Schlägertor" zwischen Erdinger und Sonthofer Spielern sowie den ERC- Damen, die Wunderkerzen in Händen hielten, auf das Eis gelaufen war, bekam er von den ERC- Vorstandsvorsitzenden Mike Henkel und Heribert Kitzinger einen Blumenstrauß, ein aktuelles Mannschaftsposter sowie die besten Wünsche mit auf den Weg nach Kanada. In den Drittelpausen stürmten zahlreiche Fans die Stadiongaststätte Overtime, in der Dennis Autogramme schrieb. „Ich weiß wo meine Wurzeln liegen und ich freue mich über den großen Erfolg für den ERC Sonthofen.", so der Nationalgoalie.
Kein Sieger mehr nötig EV Regensburg - Mighty Dogs 5:4 n.P.
Die Mighty Dogs haben es in die Aufstiegsrunde geschafft! Das ist die Nachricht des Abends, die zählt. Dank der Niederlage in der Regensburger Donau-Arena findet sich der ERV für die Zwischenrunde sogar in der hochattraktiven Gruppe mit Selb, Bayreuth und Pfaffenhofen wieder.
"Wir sind glücklich, daß es so ausgegangen ist, wie es ausgegangen ist", konnte Trainer Horst Forster nach einem Spiel sagen, in dem keine der beiden Mannschaften um die letzte Entscheidung kämpfen musste. Bei Gleichstand im letzten Drittel zeichnete sich bereits der Miesbacher Sieg über Peißenberg immer deutlicher ab, wodurch das Schweinfurter Weiterkommen garantiert war. Zu einem letzten "Showdown" kam es daher erst gar nicht mehr.
Davon konnte man bei Spielbeginn freilich nicht ausgehen. Regensburg war in der Pflicht, also starteten die Mighty Dogs wieder in verstärkter Defensive. Marcel Juhasz´ früher Treffer war von Daffner bald egalisiert worden, worauf die Gastgeber zunehmend Druck auf´s Schweinfurter Tor machten und gleich noch einen Pfostenknaller anbrachten. Schweinfurt setzte auf schnelle Konter, schoss zudem aus allen Lagen in der Hoffnung, daß Leserer mal was abprallen lassen würde. Insgesamt ein flottes Drittel, in dem es mit zahlreichen Torszenen schön auf und ab ging.
Die Kontrahenten fochten auch nach der Pause nicht mit offenem Visier; beide wollten nicht ins offene Messer laufen. Mehr Drang nach vorne entwickelte naturgemäß der EV Regensburg, der durch die Führung noch zusätzlich Auftrieb bekam: Sowohl bei Gerikes Direktabnahme als bei Daffners 3:1 schalteten die Hausherren wesentlich schneller als die Schweinfurter Hintermannschaft um einen heute wieder aufsteigende Form zeigenden Varian Kirst. Dann aber schlugen die Individualkönner der Dogs zu, denn schon im Gegenzug markierte Juhasz den Anschluß, dann kopierte Andi Kleider sein Tor aus der Halbdistanz vom Freitag, und Dan Heilman brachte in einem der raren Powerplays den ERV wieder nach vorne. Innerhalb weniger Minuten war Regensburg vom 2-Tore-Vorsprung wieder in Rückstand geraten.
Aus dieser bequemen Position heraus standen die Dogs im letzten Durchgang sehr tief und riskierten nur noch wenig nach vorne. Für Regensburg dagegen ging es nun um alles, was sich bei der Intensität der Zweikämpfe bemerkbar machte. Tahedls Ausgleich bildete zunächst den Anstoß für ein mächtiges Anrennen, das die Schweinfurter zwar einigermaßen parieren konnten, dem sie allerdings kaum noch nennenswerte Konter entgegensetzten. Keine 10 Minuten waren noch zu spielen, da brachte ein Ereignis von außerhalb fast alles zum Stoppen: Miesbach führte kurz vor Schluss mit 3:0 gegen Peißenberg! Im Block der ca. 200 Schweinfurter Fans brach der Jubel aus, man feierte das Erreichen der Aufstiegsrunde. Und auf dem Eis hatte man sich alsbald auf einen Waffenstillstand geeinigt - der ERV war durch, Regensburg mit diesem Ergebnis auch. Verständlich, daß man sich in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr gegenseitig weh tat und den Puck nur noch laufen ließ, auch wenn Peißenberg als großer Verlierer dieses Abends das wohl anders sieht. Im anschließenden Penaltyschießen durfte Ole Swolensky in den Schweinfurter Kasten und ließ nur Daffners Schuss zum 5:4-Endstand passieren, während auf Seiten der Dogs Juhasz, Heilman und Richter scheiterten.
Mit diesem Ergebnis stand am Ende der 8. Platz fest - in der fränkisch dominierten Gruppe, in der schon die zwei Heimspiele gegen Selb und Bayreuth wohl einen vollen Icedome garantieren sollten. Der Dank von Regensburgs Coach Stefan Schnabl ging derweil nach Oberbayern: "Daß Miesbach die Vorrunde so professionell zu Ende spielt, ist uns zugute gekommen". Selten sieht man nach einem Eishockeyspiel, besonders nach einem so entscheidenden, so viele glückliche Gesichter in beiden Fanlagern. Der einheimische "Harte-Kern-Block" hinter dem Tor ließ sogar die Spieler der Dogs bei einer ihrer mehrerern Egrenrunden hochleben. Die genaue Rechnerei der Zwischenrunden-Einteilung begann erst hinterher.
Für die Mighty Dogs geht es bereits am nächsten Freitag mit der Heimpartie gegen den EC Pfaffenhofen weiter.
Endspiel mit zwei Siegern 3866 Zuschauer sehen am Ende zwei Sieger um den Einzug in die Top 8
Spannender hätte die Ausgangssituation nicht sein können, drei Teams stritten sich um zwei verbleibende Plätze unter den ersten 8. Unser Gegner, der ERV Schweinfurt und wir erreichten dieses Ziel, während der TSV Peißenberg nach einer 0:3-Niederlage in Miesbach das Nachsehen hat. Bezeichnend für die ganze Vorrunde ist, dass jedes Team ein jedes andere besiegen kann. So kämpfen vor dem letzten Vorrundespieltag der amtierende Meister (Schweinfurt), der Vizemeister (Peißenberg) mit dem Aufsteiger (EVR) um die begehrten Plätze.
Den besseren Start erwischte der Meister, als bereits in Spielzeit 02.03 das 0:1 durch Juhasz fiel. Die erste Schweinfurter Unterzahl nutzen wir dann zum Ausgleich (Spielzeit 04:53), Torschütze Thomas "Bum Bum" Daffner auf Zuspiel Andi Dörfler und Kristoffer Bäckström. Ein hochklassiges Spiel in der Folgezeit, im ersten Abschnitt konnte jedoch kein Team die Chancen verwerten. Spielstand nach Abschnitt 1 1:1, während Peißenberg zur selben Zeit bereits 0:1 zurücklag.
Zunächst schien es so, als ob unsere Mannschaft nun das Spiel entscheiden will, Tore durch Sven Gerike (Andi Dörfler, Thomas Daffner, 28:08) und Bum Bum Daffner (Andi Dörfler, 33:04) ließen uns mit 3:1, zu diesem Zeitpunkt aufgrund der größeren Spielanteile verdient, in Front gehen. 21 Sekunden nach unserem dritten Treffer der Anschluss, wiederum durch Juhasz. Noch schlimmer: Durch ein absolut unnötiges Foul, welches die eigene Überzahl egalisierte, erzielten die Mighty Dogs das 3:3 durch Kleider (38:31). Schweinfurts Strafe endete vor unserer, somit Überzahl des Meisters. Dieser nutzte diese dann auch eiskalt aus und ging erneut in Führung durch Dan Heilmann (39:00). Peißenberg lag zu diesem Zeitpunkt 0:2 in Miesbach zurück, der Spielstand in Regensburg deutete aber auf "Abstiegsrunde".
Der Ausgleich musste also her, unser Team kämpfte um jeden Puck. Youngster Andi Tahedl erlöste in Spielzeit 45:45 die meisten der 3866 Zuschauer mit seinem Treffer (Mario Dörfler, Kristoffer Bäckström). In der Folge weiter gute Chancen auf beiden Seiten, jedes Team wusste, dass der nächste Treffer wohl entscheiden kann. Als 5 Minuten vor Ende das Endergebnis aus Miesbach bekannt wurde (3:0 für Miesbach gegen Peißenberg) agierten beide Mannschaften sehr vorsichtig und versuchten, keinerlei Spielaufbau des Gegners zuzulassen. Beide Teams egalisierten sich, so dass es nach 60 Minuten bei einem leistungsgerechten 4:4 zum Jubel beider Fanlager blieb. Das anschließende Penaltyschießen konnten wir durch den dritten Treffer Thomas Daffners für uns entscheiden.
In der Tabelle überholten wir dadurch den TSV Peißenberg und ERV Schweinfurt und schließen die Vorrunde als 7. ab. Dank der Unterstützung unserer tollen Fans haben wir auf den letzten Drücker das Saisonziel erreicht, Danke an die besten Fans der Liga, an unseren 7. Mann! Nun folgt nach der Pflicht die Kür: Unsere Gegner in der Aufstiegs-Zwischenrunde sind der TSV Erding, der TEV Miesbach und der ERC Sonthofen. Alle Teams starten mit 0 Punkten und 0 Toren, jeder spielt gegen jeden Heim und Auswärts. Unser Dank gilt auch dem Miesbacher Team, die, obwohl schon qualifiziert, in den beiden Spielen des Wochenendes sich nicht schonten und sowohl Schweinfurt und auch Peißenberg besiegten.
Unser erstes Zwischenrundenspiel ist am Freitag, 12.02.10, 20:00 in der Donau Arena gegen den TSV Erding, am Sonntag, 14.02.10 sind wir zu Gast beim starken ERC Sonthofen. Die kompletten Spieltagsdaten folgen nach Festlegung mit den Gegnern im Laufe der Woche. Zu beiden vorgenannten ist unser Zwischenrunden-Gruppengegner Oberliga-Absteiger TEV Miesbach.
EV Regensburg : ERV Schweinfurt 5:4 n.P. (1:1, 1:2, 1:0)
Strafen: ERV Schweinfurt 8 Min., EVR 6 Min.
Schiedsrichter: Bauer, Sperl
Zuschauer: 3866, davon ca. 120 aus Schweinfurt
Auf unserer Seite fehlten: Thomas Bauer, verletzungsbedingt Jakob Leserer, verletzungsbedingt Martin Ritter, verletzungsbedingt Patrick Landstorfer, verletzungsbedingt
Strafzeiten. Selb 10, Pfaffenhofen 36 + 10 für Beslagic
Tore:
8:11 - 1:0 Lamich (Holden, Dirksen)
16:39 - 1:1 Campbell (Vokaty, Beslagic; 4-4)
24:48 - 2:1 Lamich (Siegeris, Ulitschka)
26:58 - 3:1 Lamich (Schneider, Fischer; 5-4)
30:10 - 4:1 Siegeris (Lamich; Sekera)
33:53 - 5:1 Holden (Sekera, Lamich)
44:54 - 5:2 Birk (Kühnl, Beslagic)
54:39 - 6:2 Thielsch (Sekera, Schneider)
Den Anfang der für beide Mannschaften eher belanglosen Partie bestimmten die „Wölfe", die ihrerseits zugleich den Vorteil eines Powerplay hatten. Sekera und Co. konnten aus dieser zahlenmäßiger Überlegenheit noch keinen Nutzen ziehen. Und auch Porzig scheiterte kurz danach mit einem verdeckten Schuss knapp am Gehäuse. Der Gegner konterte schließlich mit ersten Angriffen. Vokaty und Gossmann hatten zunächst in Person von Keeper Dirksen jedoch ihr Nachsehen, fanden danach auch kein Durchkommen bei eigenem Überzahlspiel. Kaum wieder komplett gelang den Hausherren die Führung. Über die Abwehr heraus gelang Lamich der Vormarsch über die rechte Seite ins gegnerische Drittel und bezwang mit einem feinen Handgelenksschuss Gästekeeper Pfafferott. In der Folge verpasste es Selb, in Powerplay-Situationen nachzulegen. Zu kompliziert wollte man es zeitweise bewerkstelligen, Schüsse selbst fanden ihr Ende am Goalie. Das ganze wirkte sich sträflich aus. Die „IceHogs" nutzten ein unachtsames Verhalten in der Selber Defensive zum Ausgleich aus.
Die Stimmung auf den Rängen besserte sich im zweiten Abschnitt als die „Wölfe" einige sehenswerte Spielzüge zeigten und diese auch noch einen erfolgreichen Abschluss fanden. Wiederum Martin Lamich brachte mit einem strammen Schuss seine Farben in Front und erhöhte nur wenig später auf 3:1, als in Überzahl erst Schneider noch knapp scheiterte, der Tscheche jedoch dann nur noch ins leere Tor abstauben musste. Während Pfaffenhofen zeitweise nur noch wenig Wirksames entgegen zu setzen hatte, kombinierten die VER-Cracks eifrig weiter. Über die Stationen Sekera und Lamich vollendete Siegeris souverän, dem Spielertrainer Holden später den nächsten Treffer nachlegte. Obwohl sich die Gäste einige Strafen einhandelten, konnten die „Wölfe" in der Folge aus dem Vorteil wenig schnitzen und versäumten es trotz guter Möglichkeiten, den Vorsprung weiter auszubauen.
Im Schlussabschnitt kassierte man zwar noch einen Gegentreffer, den Birk ins Selber Gehäuse abfälschen konnte. Weiter dominierten die „Wölfe", die aus ihren sich ergebenden Möglichkeiten allerdings nur noch einen Treffer erzielen konnten.
Die Stimmung auf den Rängen war derweilen prächtig. Die Fans feierten ihr Team für eine grandiose Hauptrunde. Dazu überwiegt die Vorfreude auf die am Freitag beginnende Meisterrunde. Zu Gast im Wolfsbau ist kein geringerer als der EHC Bayreuth. Die weiteren Gegner sind Pfaffenhofen und Schweinfurt.
Bedeutungslose Niederlage beim Vorrundensieger ECP in „Frankengruppe“ mit Selb, Bayreuth und Schweinfurt
Pfaffenhofen (oex) Den Einzug in die Zwischenrunde der Bayernliga hatte der EC Pfaffenhofen schon am Freitag mit dem 4:3 Heimsieg gegen Waldkraiburg perfekt gemacht, so dass dem 30. und damit letzten Spiel der Hauptrunde am Sonntag beim ebenfalls bereits feststehenden Vorrundensieger VER Selb keine Bedeutung mehr zukam. So konnte die 2:6 (1:1, 0:4, 1:1) Niederlage vor fast 1500 Zuschauern auch Niemanden im Lager des EC Pfaffenhofen besonders aufregen, zumal mit Rafal Martynowski, Marco Löwenberger, Sebastian Kröger, Marco Thommes und Wolfgang Pfafferott eine ganze Reihe von Stammkräften fehlten und für Florian Lachauer dieses Mal Johannes Pfafferott zwischen den Pfosten stand, der seine Sache hervorragend machte. Für Aufregung und Ärger bei den IceHogs sorgte allenfalls das Schiedsrichtergespann, das es tatsächlich schaffte, in diesem „Freundschaftsspiel" mit ihren nur selten nachzuvollziehenden Entscheidungen für unnötige Hektik zu sorgen. "So was erlebst du wirklich nur selten," konnte ECP-Trainer Thomas Greifenstein nur noch den Kopf schütteln. 44 Strafminuten standen für seine Mannschaft am Ende in einem eigentlich fairen Spiel zu Buche, lediglich deren 10 für die Hausherren.
Diese konnten aus ihren zahlreichen Überzahlmöglichkeiten zwar nur zwei Mal Kapital schlagen, dennoch sah der ECP-Coach die vielen Hinausstellungen seiner Mannschaft als eine der Hauptursachen für die Niederlage an:. „Das ständige Unterzahlspiel hat uns einfach zuviel Kraft gekostet." Ab Ende des ersten Drittels mussten die IceHogs bis zumr Schluss fast ständig mit einem Mann weniger auskommen, so dass sich die spielerische Klasse des Tabellenführers vor allem im Mittelabschnitt auch in Torerfolgen bemerkbar machte. Bis zur ersten Pause hatte die Pfaffenhofener Rumpftruppe noch sehr gut dagegengehalten und die Führung der Oberfranken durch Martin Lamich in der 9. Minute in der 17. Minute durch Terry Campbell nach Vorarbeit von David Vokaty und Elvis Beslagic ausgeglichen. Dann war es in der 25. Minute erneut Martin Lamich, der seine Farben wieder in Front brachte und nur zwei Minuten später legte der tschechische Torjäger des VER in Überzahl zum 3:1 nach. Zwei weitere Treffer von Hannes Siegeris und Spielertrainer Cory Holden noch im zweiten Drittel bedeuteten praktisch die Entscheidung. Zu Beginn des Schlussabschnitts gelang Franz Birk Ergebniskosmetik, als er einen Schuss von Manuel Kühnl unhaltbar für Selbs Torhüter Dirksen abfälschen konnte, ehe dann wenige Minuten vor dem Ende Dennis Thielsch nochmals eine Überzahlchance zum Endstand nutzte. So war nach der Schlusssirene vor allem die Frage interessant, wie sich die beiden Gruppen in der Zwischenrunde zusammensetzen würden. Als dann endlich alle Ergebnisse aus den anderen Stadien bekannt waren, stand fest, dass es der EC Pfaffenhofen in einer „Frankengruppe" mit den drei fränkischen Vertretern Selb, Bayreuth und dem amtierenden Meister Schweinfurt zu tun bekommt, während sich die andere Gruppe aus Miesbach, Sonthofen, Erding und Regensburg zusammensetzt. „Eine sehr schwere, aber durchaus attraktive Gruppe," war die erste Reaktion von Abteilungsleiter Bernhard Nüsse, der wegen der kurzen Entfernungen und dem großen Zuschaueraufkommen auch gerne Regensburg und Erding zum Gegner gehabt hätte. Für die IceHogs beginnt der Kampf um das Erreichen des Halbfinales, für das sich die jeweils ersten Beiden einer jeden Gruppe qualifizieren, am Freitag mit der Auswärtspartie in Schweinfurt, am Sonntag (17.30 Uhr) kommt es dann im ersten Heimspiel schon wieder zur Revanche gegen Selb. Die weiteren Spiele: Freitag, 19.02. 20 Uhr ECP - EHC Bayreuth Sonntag, 21.02. 18 Uhr EHC Bayreuth - ECP Freitag, 26.02. 20 Uhr ECP - ERV Schweinfurt Sonntag, 28.02. 17.30 Uh VER Selb - ECP Zu allen Auswärtsspielen der Zwischenrunde setzt der Fan-Club einen Bus ein. Anmeldungen werden von Manuel Hauptmann Tel: 0160/6818495 oder Daniel Kerner Tel: 0171/7315226 entgegen genommen. Für die Heimspiele können Eintrittskarten wieder im Vorverkauf bei Sport Bauer in der Ingolstädter Straße erworben werden.
Ohne sieben Stammspieler reisten die Bayreuth Tigers zum Rivalen aus alten Tagen, dem Höchstadter EC. Das von der Bedeutung her nicht mehr so wichtige Spiel stand also unter keinen guten Voraussetzungen. Ohne ihre Topscorer Geigenmüller, Martindale und den in den letzten Wochen herausragenden Florian Müller standen die Mannen um Spielertrainer Noob also zum letzten Vorrundenspiel dieser Saison bereit. Nach nicht einmal 10 Minuten erwischte es auch noch Hausauer, der einen Kufenbruch zu beklagen hatte und nicht mehr weiter ins Spielgeschehen eingreifen konnte. Auch Bädermann hatte kurzfristig Probleme mit dem Schlittschuh und musste im ersten Drittel für ca. 10 Minuten aussetzen und wurde in dieser Zeit vom jungen Juniorenkeeper Heylmann vertreten, der in dieser Zeit gleich zweimal hinter sich greifen musste, allerdings ohne ihm einen Treffer ankreiden zu können.
In der 7. Minute war es Hlozek der in Überzahl die 1:0 Führung für sein Team erzielen konnte, nur wenige Minuten später in Minute 11 war es dann Schmidhuber, der den jungen Bayreuther Goalie bezwingen konnte. Das sich die Bayreuther Kufencracks nicht ihrem Schicksal ergeben war auch nach dem bisherigen Saisonverlauf und den kämpferischen Vorstellungen der Vergangenheit selbstverständlich. So dauerte es nur bis zur 14. Spielminute eher Julian Behmer auf Zuspiel von Zeilmann und Seibel den Anschlusstreffer für die Wagnerstädter erzielte. Dies wiederum gefiel dem Gastgeber scheinbar gar nicht und so stellte nur Sekunden später erneut in Überzahl Watkins den alten 2 Tore Abstand wieder her. Einige Minuten später kurz vor Drittelpause war es erneut Julian Behmer, der mit seinem zweiten Treffer des Abends auf sich aufmerksam machte und erneut den Anschluss klar machte und auf mehr hoffen lies.
Das zweite Drittel sollte Torlos bleiben, trotzdem entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Auffällig war, dass Höchstadt immer wieder mit langen Pässen, teilweise aus dem eigenen Drittel, für Gefahr sorgte. Mehrmals musste Bädermann in höchster Not retten und konnte so einen grösseren Rückstand verhindern. Auf Bayreuther Seite waren gute Chancen durch Bartosch, Schmidt oder auch Stoyan zu verzeichnen.
Das letzte Drittel begann wie das zweite aufgehört hatte, aus dem letzten Drittel mussten die Tigers noch für eine knappe Minute eine 3:5 Unterzahl überstehen was auch bestens gelang. In der Folge ging das Spiel dann hin und her ohne dass eines der Teams wirklich Akzente setzen konnte. Es sollte bis zur 54. Minute dauern bis erwähnenswertes passierte. Stoyan tankte sich dabei durch die Abwehr seiner Kollegen vom letzten Jahr und passte von hinter dem Tor mustergültig auf Zeilmann, der die Scheibe in die Maschen hämmerte. Doch nur zwei Minuten später, Brahmer kühlte sich gerade in der Box ab, erzielte der agile Watkins das dritte Überzahltor der Alligators dieses Abends und damit auch den Endstand dieser Partie. Michael Meixner musste kurz vor Ende des Spiels mit einer klaffenden Wunde kurz in der Kabine behandelt werden, konnte aber aufs Eis zurück kehren. Ohne die angesprochenen Stammkräfte sollte am heutigen Abend nicht mehr raus springen für die Bayreuther Kufenflitzer.